Neues Lernen – Angewohnheiten in 30 Tagen – Teil 1

Hand am LichtschlaterWenn du schon Mal versucht hast, etwas an dir zu verändern oder dir eine neue Angewohnheit anzueignen, und es geschafft hast – dann  gratuliere ich dir! Du bist eine Ausnahme aus einer Vielzahl  der Menschen, die es kaum schaffen, neues zu lernen. Vor allem das Neue Jahr beginnt bei vielen von uns mit guten Vorsätzen und kurze Zeit später… Naja, darüber ist viel geschrieben und noch mehr erlebt…

In diesem Beitrag findest du Ansätze zum erfolgreichen Erlernen neuer Angewohnheiten. Wir werden uns anschauen, was überhaupt nötig ist, um sich Neues anzueignen. Im zweiten Teil erzähle ich über ein von mir zu diesem Thema durchgeführtes Experiment.

Das Gewohnheitshirn

Es gibt Studien (“Influencer”), die besagen, dass unser Gehirn ca. 30 Tage braucht, um sich an kleine Veränderungen zu gewöhnen. Bist du umgezogen und suchst immer noch den Lichtschalter an der rechten Wand? Nach einem Monat des Wandabklatschens wirst du dich daran gewöhnt haben und schaltest das Licht an richtiger Stelle an.

Beschränke dich auf eine Sache

Zu viel Streuung ist nicht gut. Ich habe früher versucht, Multitasking zu betreiben. Immer mehr habe ich mich jedoch vom Gegenteil überzeugen lassen (nicht zuletzt war “Power of less” von Leo Babauta ein nötiger Schubs zu der Erkenntnis).  All die guten Vorsätze scheitern schließlich daran, dass es zuuuu viele sind. So bekommen sie von uns zu wenig Hingabe und Aufmerksamkeit. Es ist aber ohne weiteres möglich 10-12 wichtige Sachen innerhalb eines Jahres zu erlernen. Was würdest du gerne ändern? Mache dir eine Liste mit 10-12 Gewohnheiten… Gar nicht mal so wenig, was? Und das innerhalb von 12 Monaten!

Nun, wie fängt man überhaupt an und welche Gedankensprünge sind dafür nötig?

Tue so, als hättest du es schon drauf

“Alte Überzeugungen führen dich nicht zu neuem Käse” (Mäusestrategie für Manager): genauso wirst du es nur ändern könne und dir aneignen können, wenn du neu denkst. Wenn du gesund frühstücken willst, das aber nie geschafft hast, dann vielleicht wegen dieses Gedankenfehlers:

Ich habe keine Zeit dafür, gesund zu frühstücken

Was würde dein zukünftiger DU machen? Er/sie hat es ja schon drauf, was du im Moment nicht kannst. Er würde vielleicht

  • sich am Abend etwas vorbereiten,
  • früher aufstehen,
  • sich im Café mit jemandem verabreden, um es gemeinsam durchzuziehen

aber nicht weiter in dem Schema verweilen.

Erinnerungssystem

Wenn du dich schon an etwas gewöhnt hast, dann denkst du ja gar nicht daran, diese Tätigkeit auszuführen. Ich denke da z.B. an ein kleines Kind, das so gewissenhaft aufs Zähneputzen getrimmt wurde, dass es gar nicht mehr darüber nachdenkt. Das Kind tut es einfach.

Ist es aber noch nicht fest in unseren Verhalten drin, vergessen wir oft überhaupt, dass wir es tun wollen/müssen. Beim Frühstücksbeispiel ist es vielleicht etwas schwer, aber wenn es darum geht, das Licht überall auszuschalten, wenn du das Haus verlässt, ist es oft schnell vergessen.

Ein Erinnerungssystem hilft, dich genau dort an Sachen zu erinnern, wo du sie brauchst. Ich habe mich einige Male ausgesperrt weil ich den Schlüssel in der anderen Jacke vergessen habe. Heute stecke ich den Schlüssel immer in die Tür rein, wenn ich nach Hause komme. Somit kann ich gar nicht rausgehen, bevor ich den Schlüssel nicht in der Hand hatte.

Kurzum

Das Rezept ist sehr einfach. Mit den beschriebenen Schritten kannst du sehr viel in deinem Leben verändern. Hier nochmal kurz zusammengefasst

  1. Mache dir eine Liste mit wichtigen möglichen Veränderungen
  2. Suche DIE eine raus
  3. Welche Verhaltensweisen sind nötig?
  4. Tue, als hättest du es drauf
  5. Baue ein Erinnerungssystem auf, welches dich unterstützt.

Das Experiment

Im zweiten Teil berichte ich über mein Selbstexperiment zum Thema – wie ich das Anschnallen gelernt, verlernt und neu gelernt habe.

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